Gemeinsamer Pfarr- und Gemeindebrief Berchtesgaden und Umgebung

Unser Projekt: Wir wollen im Vorfeld des 2. Ökumenischen Kirchentages 2010 einen gemeinsamen Pfarr- und Gemeindebrief herausgeben. Notwendig ist das Einverständnis der Pfarrer der einzelnen Pfarr- und Kirchengemeinden: Die Pfarrgemeinden St. Andreas Berchtesgaden, Bischofswiesen-Strub-Winkl, Marktschellenberg, Unterstein-Schönau, Ramsau und die evangelische Kirchengemeinde Berchtesgaden haben bereits zugesagt.

Ein weiterer Kernpunkt dabei ist es, Kontakte der verschiedenen Redaktionsteams zueinander aufzubauen und zu vertiefen. Die Redaktionsteams verstehen sich als Mittler zur Außenwirkung der Gemeinden und haben dadurch eine hohe Multiplikatorfunktion. Derzeit bestehen von evangelischer Seite bereits Kontakte zum katholischen Redaktionsteam Bischofswiesen und zum katholischen Redaktionsteam St.Andreas Berchtesgaden.

Notwendig ist auch eine gemeinsame Auswahl und Umsetzung von Themen. Die Themenwahl soll ausgerichtet sein am Interesse der Gemeindeglieder. Die Situation im Gemeindebereich ist geprägt von einem Verhältnis von circa 13 Prozent evangelischen zu 80 Prozent katholischen Bürgern und vielen konfessionell gemischten Ehen.

Auf der Ebene der Pfarrer gibt es bereits ein sehr gute Zusammenarbeit. Ziel ist es, diese Ökumene vor Ort zu vertiefen und in den Menschen zu verankern. Dazu kann man auch aufzeigen, was sich in der Vergangenheit bereits positiv verändert hat. Dazu gehören etwa Information über bereits bestehende Aktionen wie zum Beispiel den Weltgebetstag der Frauen, den Kinderbibeltag, die Tafel, das Gespräch am Freitagabend, der Eine Welt Kreis, der Tee nach Sieben vom Frauenbund, die Rumänienhilfe, Waldweihnacht, Geschichtliche Rundgänge. Angesprochen werden auch Probleme und Lösungen bei überkonfessionellen Familien.

Gemeinsam wollen wir so für lebendiges Christentum eintreten und damit Zeichen setzen. Wir wollen kein Konkurrenzdenken, sondern für ein gemeinsames christliches Profil eintreten. Die Glaubwürdigkeit beider Kirchen in einer Zeit der Kirchenaustritte einerseits und Suche nach religiösem Halt in Form von Esoterik und ähnlichem erfordert ein klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen Glauben, weit oberhalb theologischer Diskussionen. Nicht das Trennende muss betont werden, sondern der gemeinsame Glaube. Der gemeinsame Pfarr- und Gemeindebrief kann hier Zeichen setzen, die in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen werden.

Wolfgang Sauer

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