Botschaften der Hoffnung für eine gerechte Gesellschaft
Caritas und Diakonie in Bayern starten „EinSatz Hoffnung“
Mit Botschaften der Hoffnung wollen die Caritas und die Diakonie, die Wohlfahrtsverbände der katholischen und der evangelischen Kirche, den sozialen Auftrag der Kirchen beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München ins Bewusstsein rufen.
Auf Postkarten und per Internet sind Christen aller Konfessionen aufgefordert, ihre Hoffnungen und ihre Forderungen für eine gerechte Gesellschaft zu formulieren. Zum Auftakt der Aktion unter dem Motto „EinSatz Hoffnung“ am Montag, 19. Oktober, im Münchner Rathaus sagte Diözesan-Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger, die Wohlfahrtsverbände wollten beim Ökumenischen Kirchentag die „soziale Seite“ der Kirche stärken.
Als einer der ersten hat Erzbischof Reinhard Marx die Postkarte ausgefüllt. Er schrieb: „Ich habe Hoffnung, weil Gott größer ist als unsere Ängstlichkeit und Sünde. Für eine gerechte Gesellschaft braucht es viele Menschen, die nicht ruhen, bis alle eine Chance bekommen, besonders die Armen. Mein Einsatz für eine soziale Gesellschaft ist, Menschen für soziale Gerechtigkeit und soziale Liebe zu sensibilisieren.“
„Das Motto des Ökumenischen Kirchentages ‚Damit ihr Hoffnung habt’ muss auch für sozial benachteiligte, hilfs- und pflegebedürftige Menschen gelten“, sagte Lindenberger. Mit der gemeinsamen Aktion wollten Caritas und Diakonie tausende Hoffnungsbotschaften zusammentragen und sie beim Ökumenischen Kirchentag präsentieren. Lindenberger lud dazu ein, sich auf Postkarten und im Internet unter www.einsatzhoffnung.de an der Aktion zu beteiligen.
Der Präsident der Diakonie in Bayern, Ludwig Markert, erläuterte die soziale Dimension der Aktion. Mit der Ergänzung des zweiten Satzes auf der Karte „Für eine gerechte Gesellschaft braucht es…“ könnten Menschen ausdrücken, was aus ihrer Sicht an Veränderungen notwendig sei. „Diese Welt ist weit vom Zustand der Gerechtigkeit entfernt. Dabei ist es besonders alarmierend, dass selbst eine reiche Gesellschaft wie die unsere nicht gerechter wird, sondern sich im Gegenteil seit Jahren schleichend von diesem Ideal wegbewegt.“ Markert kündigte an, dass eine Auswahl der Erwartungen zu sozialer Gerechtigkeit bei einem Aktionstag im Februar 2010 an Vertreter der Politik in Bayern übergeben würden.
Die Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern für den Ökumenischen Kirchentag, Andrea Wagner-Pinggéra, forderte eine nachhaltige Wirkung des Kirchentages für die Ökumene in Bayern. Dazu sei die gemeinsame Aktion von Caritas und Diakonie sehr hilfreich. Sie mache den gemeinsamen Glauben in die Gesellschaft hinein deutlich. Der Beauftragte des Erzbistums München und Freising, Armin Wouters, gab bekannt, dass beim Ökumenischen Kirchentag das „Zentrum für soziale Arbeit und soziale Netzwerke“ im Münchner Rathaus und auf dem Marienhof stattfinden werde. „Wir rücken die Schwachen und Benachteiligten ins Zentrum unserer Stadt“. (ua)

Den Startschuss für die Aktion gaben am 19. Oktober in München (v.l.) die Beauftragten für den Ökumenischen Kirchentag des Erzbistums München und Freising und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern, Armin Wouters und Andrea Wagner-Pinggéra, Diözesan-Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger und Ludwig Markert, Präsident der Diakonie in Bayern.
Foto: Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern


