HOFFNUNGSVOLL: Maria und die Jünger - Ökumenische Maiandacht mit Liedern aus Taizé

Datum: 
07.05.2010 - 19:30 - 20:30

HOFFNUNGSVOLL: Maria und die Jünger Ökumenische Maiandacht im Münchner Süden in der katholischen Kirche "Wiederkunft des Herrn" (Neuforstenried) Vom Versuch zur Tradition

Das Vorhaben war gewagt. Denn manche evangelischen Christinnen und Christen tun sich schwer mit Marienverehrung oder vermuten hinter dem Begriff „Maiandacht“ den typisch katholischen Inhalt. Aus Anlass eines „Taizé-Treffens“ Anfang der 1990er Jahre wurde auf Gemeindeebene eine gottesdienstliche Form gesucht, die vor allem jüngere Christen beider Konfessionen ansprechen könnte. In der Vorbereitung engagierte sich der damals schon existierende ökumenische „Taizé-Kreis“ der Fürstenrieder Pfarrgemeinden, und es entstand bald die Idee einer Maiandacht in offener Form mit Taizé-Liedern. Das Experiment gelang und wurde von Jungen wie auch Älteren gut angenommen.

Dieser Schwung sollte kein einmaliges Erlebnis und Ereignis bleiben, und so beschloss der Taizé-Kreis, das monatliche Taizé-Gebet im Mai jeweils als „Ökumenische Maiandacht“ zu gestalten. Ob daraus eine Tradition werden könnte, war ungewiss. Die zunächst ungewohnte Form wurde von Anfang an von den Ortspfarrern der beteiligten Gemeinden unterstützt und traf bald auch bei den älteren Besuchern auf Interesse und Wertschätzung. Diese Zuneigung hält bis heute an und beflügelt das Vorbereitungsteam.

Der Aufbau der "Ökumenischen Maiandacht" ist nicht „klassisch-katholisch“. Die Texte orientieren sich strikt an biblischen Vorgaben und sind auf Maria bezogen, vermeiden aber den Eindruck einer expliziten Marienverehrung, sodass sie von evangelischen Christinnen und Christen gut mitgetragen werden können. Der Marienbezug wird durch eine im Kirchenraum aufgestellte Marienstatue augenfällig. Die Leitthemen der Andachten sind breit gefächert und vielfältig: von den Frauengestalten der Bibel im Verhältnis zu Maria, über die Lebenssituationen Mariens als junge Frau und Mutter oder Josef als dem Mann an ihrer Seite bis zur Betrachtung Mariens in den 4 Elementen der Schöpfung – um nur einige wenige Themen zu nennen. Die medialen Formen reichen von meditativen Texten – die in kurzer Form auch auf dem eigens erstellten Liedblatt zu finden sind - mit Bildern oder Folien, über Symbolpredigt, bis zu die Verkündigung erlebbar machenden Spielszenen.

Wichtig ist gerade vom Taizé-Gedanken her die musikalische Gestaltung. Dabei kam schon eine Vielzahl von Instrumenten zum Einsatz: Gitarre, Flöte, Keyboard und Orgel. Besonderen Schwung brachte mal ein Singkreis oder ein Jugendchor aus einer Pfarrei oder zuletzt der Ökumenische Chor „mix’n free“ aus Oberhaching.

Die Andacht klingt aus und setzt sich fort als Agape im jeweiligen Gemeindesaal; so wird noch einmal deutlich, dass die ökumenisch-christliche Verbundenheit nicht mit dem Gottesdienst endet, sondern sich in einem guten Miteinander von Geschwistern auswirkt.

Beteiligte Organisationen: 
Kath. Pfarrgemeinde Wiederkunft des Herrn, Neuforstenried
Evang.-Luth. Andreas-Kirchengemeinde, Fürstenried
Kath. Pfarrgemeinde St. Karl Borromäus, Fürstenried
Kath. Pfarrgemeinde Hl. Kreuz, Forstenried
Kath. Pfarrgemeinde St. Matthias, Fürstenried
Kath. Pfarrgemeinde St. Nikolaus, Neuried (bei München)
Art der Veranstaltung: 
Gottesdienst
Veranstaltungsort
Kath. Kirche "Wiederkunft des Herrn", München
Allgäuer Str.
40
81475
München
Besondere Hinweise: 

Nach der Ökumenischen Maiandacht sind alle Besucherinnen und Besucher zu einem kleinen Imbiss in den Pfarrsaal eingeladen.

Telefonnummer für Rückfragen : 
089 74 99 68 50
Hinweise für Menschen mit Behinderung: 

Die Kirche ist für Rollstuhlfahrer/innen geeignet.